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Autor Thema: 2277 - DC Chronicle  (Gelesen 1602 mal)
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« am: 20. August 2009, 14:20:25 »

2277 - DC Chronicle

"Die Atombombe ist eine Waffe, die Heldentum überflüssig macht."
Martin Kessel


Kapitel I - Rivet City

Die Charaktere:

Tanya


Raven


Der Wind strich ihr durchs Haar und sie blickte in den Himmel. Sie hatte sich unter einem Felsen für die Nacht ein Lager aufgeschlagen und nun wo die Sonne schien wollte sie ihre Reise durch das Ödland der Hauptstadt fortsetzen. Ihr Ziel war Rivet City, eine Stadt gegründet auf einem alten Flugzeugträger, wie sie gehört hatte. Sie schaute auf ihren Pipboy an ihrem Arm und musste feststellen, dass jener Ort noch weit entfernt war.
Momentan war sie in der Nähe von  Grayditch, laut ihrer Karte. Grayditch erreichte sie gestern und stellte fest, das der Ort voller riesiger Insekten war. Sie traf dort einen Jungen, welcher seinen Vater suchte. Sie waren Einwohner der Stadt, erzählte der Junge ihr,  genauso wie einige andere. Darunter ein Doktor Lesko, welcher laut dem Jungen „seltsame“ Forschungen betrieb und ein ziemlicher Kauz sein soll.
Sie wollte dem Jungen helfen, jedoch konnte sie von ihrem momentanen Ziel nicht abweichen, weshalb sie dem jungen befahl sich erst mal gut zu verstecken bis sie wieder da war.
Tanya erhob sich und streckte ihre Hände in den Himmel, ihre Knochen knackten dabei laut. Danach band sie sich die Haare zu einem Zopf und packte sich das gefundene Sturmgewehr und steckte es in den Halfter auf ihrem Rücken, diesen hatte sie sich extra aus alten Lederbändern und Gürteln gebastelt. Zwar war dieser Halfter nicht hübsch aber er erfüllte seine Funktion. Ihren Vaultanzug hatte sie schon in Megaton gegen eine gepanzerte Lederrüstung getauscht um besser geschützt zu sein in dieser grausamen Welt.

Es waren schon einige Stunden vergangen und Tanya erreichte, ohne gegnerische Vorfälle, das Jefferson Memorial. Dort angekommen versteckte sie sich bei einem kleinen Felsen nahe dem Memorials und schaute in geduckter Stellung in die Richtung der seltsamen riesigen Rohre, über den Rohren waren Wege aus einem Stahlgerüst. Dort oben standen sie und überblickten das gesamte Terrain.
„Supermutanten…“ flüsterte Tanya sich selbst zu. „Ja und zwar einige…“ ertönte es leise hinter ihr. Sie drehte sich rasant vor Schreck um und erblickte einen, in grüner Militärkleidung gepackten, jungen Mann. „Hi, mein Name ist Raven. Einsamerwolf des Ödlands.“ Flüsterte er lächelnd ihr zu. „Wir sollten uns schnell aus dem Staub machen bevor sie uns sehen.“
Tanya nickte nur und die Beiden schlichen sich in Deckung bleibend und ungesehen am Memorial vorbei. „Hui… soviel Spannung am Mittag.“ Sagte Raven etwas erleichtert und fügte noch hinzu: „Wo möchtest du den überhaupt hin?“ Tanya schaute ihn etwas verlegen an und antwortete dann aber recht selbstbewusst: „Rivet City. Mein Name ist übrigens Tanya.“
Raven nickte und lächelte sie freudig an. „Schön, dann gehen wir gemeinsam. Hab hier in meinem Feldrucksack eh noch einige Dinge die ich verkaufen will.“

Nach einigen Metern erreichten sie ein riesiges Schiff auf dem noch alte Flugzeuge in einem verwahrlosten Zustand standen. Raven ging voran und Tanya folgte ihm und schaute sich derweil die Umliegenden Ruinen von Washington an.
Sie standen nun vor einem Turm, wenn man es so nennen wollte, aus Blech und Stahlträger. Ein Weg führte nach oben auf den Turm, welcher aus rostigem Blech bestand, wirklich hochwertiges oder festes Material wie Aluminium oder Metall suchte man an der Konstruktion vergeblich. Raven spazierte mit einer gewissen Leichtigkeit und ohne Angst, dass das Gerüst nachgeben würde, den Weg auf den Turm hoch. Tanya stand hingegen einen Moment vor dem „Schrotthaufen“,  wie sie den Turm in ihren Gedanken beschrieb, aber ging dann auch den blechverkleideten Weg hinauf.  

Raven war längst oben, als Tanya die letzte Blechschräge zur obersten Ebene des Turms betrat und drückte einen rostigen Knopf an einer Sprechanlage. „Rivet City Security Service – Was ist ihr Anliegen in Rivet City?“ erklang eine etwas gereizte Stimme aus der weißen mit Rostflecken übersäten Sprechanlage. „Joo, Harkness, ich bin es nur Raven. Ich will natürlich Handel bei euch treiben.“ Tanya war inzwischen auch auf dem Turm angekommen und stand neben Raven und blickte verwirrt auf die riesige Lücke im Blechzaun. „Wieso fehlt…“ fing sie an als die Sprechanlage ihre Frage unterbrach: „Wer ist die Frau, Raven?“
„Das ist eine Freundin von mir. Ihr Name ist Tanya, ich wollt ihr eure tolle Stadt zeigen.“ Antwortete Raven etwas unruhig. Tanya kannte Raven nicht aber sie merkte, dass seine Stimmenlage sich leicht beängstigt anhörte. „Was ist los, Raven?“ flüsterte Tanya ihrem Begleiter zu.
„Normal würde ich es mit `nix nix´ abtun, aber dir kann ich wohl nichts vormachen. Hier kommen öfter Talon Söldner vorbei und mit denen kann ich nicht so gut. Zum Glück kommen die dort nicht hinein.“ Sagte Raven und zeigte auf das große Schiff.
Plötzlich erklang ein unglaublich lautes quietschen und knarren. Es war so Ohrenbetäubend für Tanya, dass sich die junge Frau die Ohren mit ihren Händen zuhielt.
Sie schaute in die Richtung des unglaublichen Lärms und sah wie eine Brücke langsam von links zu ihnen drehte. Der eine Brückenteil war am Schiff festgemacht und der andere hielt nach wenigen Minuten direkt dort, wo eben noch eine Lücke im Blechzaun war. „Komm…“ sagte Raven und betrat die Brücke. Tanya blickte ihm kurz hinterher und folgte ihm dann mit schnellen Schritten.
Auf der anderen Seite der Brücke, also auf dem Schiff, wartete schon ein junger Mann mit einer schwarzen Sicherheitsrüstung, die aus Leder und Metall war. Auf seiner Brust stand in gelber Schrift „RIVET CITY SECURITY“ und auf seinem Rücken war ein schweres Maschinengewehr gehalftert.
„Hi Raven und Begleitung.“ Begrüßte der Mann die Beiden. „Hi, Thomas. Wo ist Harkness?“ fragte Raven den Wächter. „Der ist wieder auf dem Markt und überwacht alles. Er hat mich geschickt, um euch „Hallo“ zusagen.“  Raven nickte kurz und drehte sich dann zu Tanya. „Also Tanya, kurz gesagt, dass ist Thomas. Eigentlich dachte ich, ich kann dich gleich Harkness vorstellen aber der hat sich, wie du siehst gedrückt. Aber den lernst du gleich auf dem Markt von diesem Wrack kennen.“ sagte Raven etwas zynisch. Tanya nickte Thomas nur kurz zu und ging dann auf die offene Tür zu auf der „RIVET CITY MARKET“ stand. Raven schaute etwas fragend zu Thomas, doch dieser zuckte auch nur mit den Schultern. „Frauen, Raven… Frauen.“ Sagte Thomas noch und ging dann zurück zu einem Schaltpult, um von dort die Brücke zurückzufahren.
Unter dem lauten Getöse, der zurückfahrenden Brücke, betraten die beiden den Markt von Rivet City.
„Ey…Flak. Du alter Hund.“ Brüllte Raven laut und ließ Tanya in mitten des Marktes stehen.
Tanya ging etwas verunsichert weiter und schaute sich die Läden und deren Händler an.
Das war also Rivet City, eine Stadt auf einem riesigen Schiff.  Tanya stand nun zwischen mehreren Läden und kam sich etwas verloren vor.  „Hey Lady…“ ertönte es hinter Tanya, worauf hin sie sich umdrehte. „Sie sind also Raven’s kleine Freundin. Schön mal ein neues Gesicht in Rivet City zu sehen.“ Vor ihr stand ein Mann mittleren Alters mit der gleichen Bekleidung, wie die Wache die sie begrüßt hatte. Sein Gesicht war durch Narben vom Leben gezeichnet. Er hatte ein Maschinengewehr auf seine Schulter gelehnt, dabei hielt er es am Griff mit der rechten Hand fest. „Ich bin Harkness und habe Befehl über den RCSS – dem Rivet City Security Service.“
„Hi, mein Name ist…“ fing Tanya an und wurde aber von einem heraneilenden Raven unterbrochen. „… Das ist Tanya, Harkness.“
„Ich glaube, ich kann für mich selbst sprechen.“ Zischte Tanya ihn an. Raven schaute verstutzt und nickte lächelnd. „Also ich bin Tanya und komme aus…“ begann Tanya zu erzählen und überlegte kurz, ob sie wirklich sagen sollte das sie aus einer Vault kam. „…der Nähe von Megaton. Springvale.“
Harkness setzte ein Lächeln auf und nickte. „Schön.“ Antwortete er und wand sich zu Raven.
„So mein Bester, nun zu dir. Hab gehört  du schuldest Gary Staley noch Kronkoren.“
„Hey… ich hab ihm doch gesagt, ich zahl es ihm heute. Hab das Geld doch auch dabei.“ Antwortete Raven sauer. Harkness nickte wieder nur kurz, danach widmete er sich nochmals Tanya: „Gut… also ich wünsch euch und vor allem dir, Tanya, viel Spaß und macht keinen Ärger. Ich muss jetzt weiterarbeiten.“ Harkness drehte sich um, ohne auf eine Antwort von den beiden zu warten.
Raven grinste Tanya an und begann mit einer Geste, die einem Hofknicks ähnelte, etwas spöttisch zu sagen: „Und dies ist der Traumort aller schönen Frauen. Rivet City.“

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2277 - DC Chronicle

"Die Atombombe ist eine Waffe, die Heldentum überflüssig macht."
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Kapitel II - Raven

Tanya und Raven saßen im Gary's Pantry, einem Restaurant auf dem Rivet City Markt und unterhielten sich. Angela Staley, die Tochter des Inhabers, brachte den Beiden zwei kalte Nuka Colas und wandte sich, nach dem sie Tanya ihre Cola hingestellt hatte, wieder Raven. „Mein Vater meint, ich soll bei dir gleich abkassieren, Raven.“ Sagte das blonde Mädchen etwas schüchtern.
„Hm, okay. Wie viel macht das denn, Angela?“ fragte Raven etwas verdutzt. „Naja… 10 Kronkorken für eine Cola. Das macht dann 20 Kronkorken, da du deine Freundin sicherlich einlädst.“ Antwortete das Mädchen mit einem Lächeln auf den Lippen.
Raven schaute immer noch verdutzt und kramte kurze Zeit später in seinem Rucksack herum. „Wo ist sie denn… Wo ist sie denn…“ faselte er vor sich hin. „AH! Da hab ich sie.“ Raven zog einen Beutel aus rotbraunen Leder heraus. „Oh mein Gott…“ zischte Tanya als Raven den Beutel vor sich hatte und hielt sich die Hand vor die Nase. „Das Ding stinkt ja, wie ein Brahmin.“
„Tja, liegt wohl daran, dass der Beutel aus Brahminhaut gemacht ist. Leider muss ich dazu sagen, war das Brahmin schon paar Tage tot und es roch halt etwas seltsam.“ Antwortete Raven während er die Kronkorken aus dem Beutel holte. „Seltsam…du meinst wohl eher Schrecklich.“ Antwortete Angela, welche sich auch etwas von dem Beutel wegdrehte.  Raven reichte Angela das Geld und verstaute sein Beutel wieder im Rucksack. „Tanya, sag mal, willst du nicht mal was von dir erzählen?“ fragte Raven sie höflich und nahm einen großen Schluck aus seiner Flasche.
„Also eigentlich wollte ich dich das auch gerade Fragen, Raven. Magst du nicht anfangen? Schließlich stellt sich der Mann immer als erstes vor!“ sagte Tanya in einem bestimmenden Ton. „Okay Okay… Das mit dem zuerst vorstellen ist mir neu aber gerne.“ Antwortete Raven und rieb sich seine Hände. Tanya nahm diese Hände reiben als Anzeichen, dass ihm kalt war. Ihr war auch kalt und das Schiff verfügt auch nicht wirklich über eine Lüftung die warme Luft in den großen Markt pustete. So etwas kannte sie noch aus ihren Tagen in der Vault. Raven begann aber dann mit seiner Geschichte über sich und Tanya lenkte sich mit aufmerksamen zu hören von der Kälte im Bauch dieses Kolosses ab.

Raven erzählte, dass er vor sechs Monaten in DC eintraf mit 2 Freunden und vorher in More, nordwestlich von DC, gelebt hatte. Er und seine zwei Kumpels stellten jedoch fest, dass das Leben im Ödland der Hauptstadt noch schlechter war als in More. Ihre erste Begegnung mit den Einheimischen kostet seinem Freund Craig das Leben, es waren Raider gewesen. Diese hatten sich in einer kühlen, klaren Nacht an die drei rastenden Männer angeschlichen und das Feuer aus nahem Buschwerk eröffnet. Zwar konnten die drei ihre Angreifer töten, jedoch wurde Craig an der Halsschlagader getroffen und verblutete noch vor dem Morgengrauen. Danach wurde das Verhältnis der zwei Freunde von Tag zu Tag schlechter.
Jake, ein großer gut gebauter Mann, wollte sich unbedingt der Enklave anschließen. Die Enklave hatte ein größeres Lager im Norden des Ödlandes, das hatten sie zu mindestens von einem Typen namens Dave gehört.  Dave hatte sie beinahe auf der Jagd nach Essen erschossen, da er sie für Raider hielt.
Raven und Jake erreichten wenige Tage später einen Ort mit dem Namen „Tempel der Einheit“, wo sie keinen Einlass erhielten. Da die Leute dort Angst hatten vor Sklavenhändlern und das die Beiden sie verraten könnten.  Von einem Typen namens Caleb hörten sie aber noch das man in Rivet City und Megaton gut leben könnte und so machten sie sich dorthin auf. Jedoch konnten sie sich über ihr festes Ziel nicht einigen und so trennten sie sich in der Nähe des Super Duper Marktes. Raven marschierte in Richtung Rivet City und Jake in Richtung Megaton…

„…Tja und seitdem durchstreife ich die Ruinen hier und sammel wertvolle und weniger wertvolle Gegenstände um in Rivet City Handel zu treiben und natürlich um zu Überleben. Kurze und ziemliche Öde Geschichte.“ Beendete Raven und trank den letzten Schluck aus seiner Nuka Cola Flasche. Tanya fand die Geschichte nicht öde und saß total fasziniert da und schaute Raven an. „Hast du dich nie gefragt, was aus Jake geworden ist?“ fragte sie dann aber und griff sich ihre Cola.
„Hm, manche Abende auf meinen Streifzügen durch die Ruinen, hab ich mich das schon gefragt. Aber ich denke er wird seinen Weg gegangen sein. Vielleicht ist er echt bei der Enklave…Obwohl ich das nicht hoffen will. Sind mir nicht ganz geheuer die Jungs.“ Antwortete Raven und schob seine leere Flasche etwas mehr in die Tischmitte. Tanya blickte etwas nachdenklich in ihre Nuka Cola Flasche und nahm einen süßlichen Geruch wahr. Ihr knurrte der Magen und sie spürte zum ersten Mal seit Tagen, dass sie richtig Hunger hatte. Raven blieb es nicht verborgen, dass seine Begleiterin vor Hunger der Magen knurrte und er musste schon ein Lachen verkneifen. Er drehte sich in Richtung der Bar um, wo Gary Staley stand und gerade Essen zubereitete.
„Gary, mein bester. Machst du uns ein paar deiner Mirelurk-Burger?“ rief Raven lautstark, um das laute Gebrabbel der Marktbesucher zu übertönen. „Jones. Du bekommst alles von mir, solange du nur bezahlst.“ rief  Gary aus voller Kehle zurück.
„Jones ist mein Spitzname bei ihm. Es ist eigentlich mein zweiter Name. Raven Jones.“ erklärte Raven wortschnell, bevor Tanya überhaupt die Frage in den Sinn kam und drehte sich wieder zu seiner hübschen Begleiterin. „Also…verehrteste…“begann Raven etwas geschwollen. „Jetzt bist du aber mit deiner Geschichte dran.“ Tanya überlegte und suchte einen Ausweg, denn sie wollte eigentlich nichts erzählen, doch ihr fiel überhaupt keine Ausrede ein. „Also ich lebe mein ganzes Leben schon hier also in DC. Anfangs wohnte ich in einer…“ fing sie an zu erzählen als plötzlich eine unglaublich laute Sirene los jaulte.

 „…WAS IST JETZT LOS?!“ schrie Tanya und beugte sich etwas über den Tisch zu Raven.
„Scheiße…normalerweise kommt sowas nicht vor oder es kommt fast nie vor.“ Brüllte Raven zurück und packte seinen Feldrucksack.

„ACHTUNG! SEHR GEEHRTE MARKTBESUCHER UND BEWOHNER VON RIVET CITY. WIR BITTEN SIE DEN MARKT UMGEHEND ZURÄUMEN UND SICH IN SCHUTZRAUM DES SCHIFFES ZU BEGEBEN. UNSER SICHERHEITSPERSONAL WIRD SIE UMGEHEND DORT HINGELEITEN!“ ertönte es aus mehreren Lautsprechern synchron.

Tanya starrte etwas verängstigt zu Raven. „Was ist den bloß los?“ fragte Tanya wieder als Raven sie fast aus dem Stuhl hochriss. „Supermutanten. Die kommen manchmal auf die Idee das Schiff mit Waffen zu beschießen. Darunter auch mit Raketenwerfern.“ Antwortete Raven mit lauter Stimme und ziemlich hastig. Er hatte Tanya an der Hand gepackt und schleifte sie regelrecht hinter sich her.
Die Leute auf dem Markt rannten etwas panisch zu einer der großen Stahltüren, wo zwei Wachmänner schon postiert waren und schwere Maschinengewehre im Anschlag hielten.
Raven und Tanya überholten einige Einwohner von Rivet City, aber im Gegensatz zu den Leuten führte Raven die beiden nicht zu der Stahltür mit den Wachen.
Sie stolperten eine Treppe aus Stahl hoch und standen vor einer anderen großen Stahltür. Raven packte ein Rad an der Tür und drehte es gegen den Uhrzeigersinn, danach öffnete er mit einigem Kraftaufwand die schwere Tür. Im Raum dahinter war ein Treppenhaus, dort gab es eine Treppe nach Oben und eine hinunter, zu Tanyas Überraschung nahmen sie die Treppe, die hinauf führte.
„Komm…Komm. Es bleibt keine Zeit.“ Sagte Raven noch stürmisch beim hinauflaufen der Treppen.
In diesem Moment erschütterten mehrere Explosionen jedoch das gesamte Schiff.


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Hab für meine Geschichte auch nochmal einen neuen Threat eröffnet, damit NAchtmensch seinen wieder ordnungsgemäß für seine Ödland Stories nutzen kann und wir seine Geschichten kommentieren können ohne das zwischenher immer wieder eine andere Story gepostet wird.


Grüße Reverend
« Letzte Änderung: 25. August 2009, 14:33:11 von Reverend » Gespeichert
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« Antworten #1 am: 20. August 2009, 21:04:30 »

2277 - DC Chronicle

"Die Atombombe ist eine Waffe, die Heldentum überflüssig macht."
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Kapitel III - Brotherhood


Tanya öffnete ihre Augen und sah das sie auf Raven lag, welcher anscheinend bewusstlos war. Sie schaute sich um und musste feststellen, dass alles noch etwas verschwommen war. Sie hörte wie draußen geschossen wurde, denn das Echo der Schüsse hallte bis zu ihnen. „Raven…“ sagte Tanya und rüttelte an Raven herum. „…Raven!“ Doch er rührte sich nicht und lag einfach da. „Ich hole Hilfe.“ Flüsterte sie und quälte sich hoch. Sie hielt sich am Geländer der Treppe fest, um einen festen Stand unter ihren Füssen zu bekommen. Plötzlich hörte sie lautes Geschrei und kurz darauf erschütterte eine Explosion das Schiff.
Zum Glück hatte sie sich festgehalten, sonst hätte sie diese Erschütterung umgerissen. Tanya schritt langsam die Treppe hinauf und schaute immer wieder zurück auf dem Boden liegenden Raven.
Oben angekommen schaute sie in einen langen Korridor und eine offenstehende Tür, die hinaus aufs Deck des Schiffes führte. Die junge Frau ergriff ihr Gewehr und zog es aus dem Halfter, danach schlich sie geduckt auf die offenstehende Tür zu und hörte auf dem Deck lautes Maschinengewehrfeuer, welches das Geschrei von Verwundeten übertönte. Sie war nun fast an der Tür, dort zog ihr ein unangenehmer Geruch in die Nase. Es roch nach Schwefel und verkohlten Fleisch.

An der Tür angekommen war der Geruch fast unerträglich und Tanya lehnte sich erst einmal an die Wand des Korridors. Sie atmete noch einmal tief durch den Mund ein und beugte sich dann, immer noch in der Hocke befindet, aus der Tür hinaus. Dort blickte sie direkt in das verkohlte Gesicht eines toten Wachmanns, welcher wohl von einer Granate getroffen wurde. Völlig überrascht von dem ekelerregenden Anblick drehte sich Tanya ab und erbrach sich in mitten des Ganges.
„Oh mein Gott.“ Wimmerte sie fast als plötzlich eine Hand sie an der Schulter packte. Sie drehte ihren Kopf ruckartig herum und starrte, mit Tränen in den Augen, in das Gesicht von Harkness.
„Wieso bist du nicht im scheiß Schutzraum?! Und wo ist Raven?“ brüllte Harkness sie Verständnislos an.
„Er liegt unten an der Treppe. Ich glaube er ist Tod.“ Wimmerte Tanya abermals und wischte sich mit ihrer linken Hand die Tränen aus den Augen. „Scheiße… Ich schaue nach ihm. Und du gehst durch diesen Korridor, bis zur letzten Tür auf der rechten Seite. Verstanden?“
Tanya konnte nur nicken. Sie war einiges gewohnt aber dieser Anblick des verkohlten Securitys war einfach zu viel gewesen. Sie torkelte, wie eine Betrunkene,  den Gang entlang. In diesem Moment erschien er ihr unendlich lang zu sein. Immer noch konnte sie das Feuergefecht hören und zwar so laut als ob sie mittendrin war.

Harkness war inzwischen bei Raven angekommen und fühlte den Puls des jungen Mannes. Seine Halsschlagader pochte, wie ein Uhrwerk. Harkness atmete einmal tief durch und klatschte mit seiner Hand Raven ins Gesicht. „Los, Raven. WACH AUF, Junge!“ Wieder klatschte Harkness ihm eine. „Wach endlich auf.“ Er wollte gerade wieder Raven eine Watschen als dieser seine Augen aufschlug und hektisch um sich schaute.
„Was…Wo bin ich?“ fragte Raven immer noch ziemlich benommen. „Wo ist das Mädchen?“
„Ruhig, Junge. Ihr geht es ganz gut. Momentan besser als dir, wie ich finde.“ Antwortete Harkness und richtete sich auf. Dann reichte er Raven seine Hand, um den leicht verwirrten jungen Mann aufzuhelfen. Raven packte Harkness Hand und zog sich an ihr hoch. „Wo…Wo ist Tanya?“ fragte Raven abermals besorgt. „Sie ist in meinem Büro. Dort wird sie in Sicherheit sein.“ Antwortete Harkness und reichte Raven seine Waffe. Dieser schaute auf seine Waffe und packte sie dann am Gewehrrücken.
„Es tut mir leid. Du bist gerade erst aus der Bewusstlosigkeit aufgewacht, aber ich muss dich bitten uns zu helfen. Ich weiß, wie gut du schießen kannst und diese verdammten Supermutanten Monster weichen diesmal einfach nicht zurück. Sie haben sich Deckung hinter Schutt und in den Ruinen gesucht. Du musst uns unbedingt unterstützen, Jones.“  Sagte Harkness in einem harschen Ton, welcher sich jedoch in keiner Weise wie ein Befehl anhörte sondern um eine bitte eines Freundes. „Gut… Wir sitzen ja alle in einem Boot…“antwortete Raven und merkte in diesem Moment, das sie wirklich alle auf einem Schiff fest saßen.  Harkness nickte und die beiden Männer rannten die Treppen hinauf in Richtung Oberdeck.

„Sir.“ Sagte ein schwer bewaffneter und in einer stählernen Rüstung gehüllter Soldat, während er ein großes Militärzelt betrat. „Ja, Was gibt es, Neuling Ryan?“ Antwortete ein weiterer schwer gerüsteter Soldat. „Protektor…Rivet City wird von Supermutanten belagert, dass berichteten soeben unsere Späher.“ Der jüngere Soldat stand stramm und schaute zu seinem Befehlshaber.
„Das ist nicht gut. Wir haben als obersten Befehl den Schutz der umliegenden Anwohner zu gewährleisten.“ Sprach der Protektor nachdenklich. „Okay… Soldat. Überbringen Sie den Befehl, das Einheit HORUS sofort ausrückt!“ Der Privat nickte und verschwand aus dem Zelt.

Raven und Harkness waren unlängst auf dem Oberdeck angekommen und wurden in ein Feuergefecht mit den Supermutanten verwickelt. „Unser Blechschutz wird nicht mehr lange halten und ich bin für jede Idee offen.“ Brüllte Raven und feuerte danach eine Salve aus seinem Gewehr in Richtung eines Muties, der versucht hatte den Brückenturm zu erstürmen. „Die scheiß Viecher geben nicht nach, sowas haben sie noch nie getan.“ Antwortete Harkness lautstark. „Shrapnel! Feuer auf das Gebäude -  12 Uhr.“
Shrapnel, welcher ungefähr 5 Meter weiter hinter zwei großen Tonnen Schutz gefunden hatte, nickte und feuerte zwei große Feuerstöße auf das Haus. Dort hatte sich ein Mutie versteckt, doch dieser wurde von mehreren Kugeln aus Shrapnels Sturmgewehr getroffen und stürzte nun Tod aus  vier Meter Höhe in den Schutt der Ruinen.
Rund um Raven waren Patronenhülsen verteilt und bei Harkness und den anderen sah es genauso aus. „Wir schaffen das nicht. Es sind einfach zu viele und wir können von Glück sagen, dass sie keine Raketen mehr abfeuern.“ Sagte Raven zu Harkness und hielt dabei den Kampfhelm fest, welchen er sich von einem Toten aufgenommen hatte. „Wir halten sie auf. Ich weiß es, lass uns jetzt bloß nicht aufgeben.“ Feuerte Harkness seinen Waffenbruder an. Raven kauerte nun etwas nachdenklich hinter dem Blechverschlag und betete insgeheim um ein Wunder.

Tanya saß untereinem Schreibtisch aus etwas vermoderten Holz, zu mindestens roch er als hätte er schon mal längere Zeit im Wasser gelegen. „Vielleicht sollte ich ihnen helfen.“ Sagte sich Tanya und kroch unter dem Tisch hervor. Sie ging aus der Bürotür und schaute in den Gang, alles schien ruhig zu sein und so ging sie vorsichtig in Richtung der Oberdecktür, welche am anderen Ende des Ganges offen stand. Ab und zu hörte sich noch Gewehrsalven ab er es waren nun keine wahrlosen Schusswechsel mehr. Sie erreichte die Tür und schaute vorsichtig aufs Oberdeck hinaus. Es war schon recht dunkel geworden und sie sah auf den Oberdeck mehrere Männer, welche weiterhin Salven auf dass Land feuerten. Aber es lagen auch einige Verwundete auf dem Deck, welche sich nicht mehr wirklich bewegten. Vielleicht aus Angst unter Beschuss zu raten. Tanya wollte die Männer rufen als plötzlich ein lautes Gegrunze und Geschrei vom Festland ertönte.
Dann eröffneten unbekannte auf dem Land ein lautes Feuergefecht. Sie erkannte an den Geräuschen Miniguns und Maschinengewehr, auch einige Lasergewehr zuckten im Dunkeln auf.
Plötzlich spürte Tanya einen Stoß der sie zu Boden warf. Sie schaute auf und sah einen Mann aufs Deck rennen. Erst verstand sie sein Gebrülle nicht aber als sie genauer hinhörte verstand sie es glasklar:
„LEUTE! WIR SIND GERETTET!!! DIE BRUDERSCHAFT …DIE BRUDERSCHAFT KOMMT UNS ZU HILFE!“
« Letzte Änderung: 25. August 2009, 14:33:28 von Reverend » Gespeichert
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« Antworten #2 am: 20. August 2009, 21:32:41 »

Mann. Du fährst ja gleich grob weg mit Deiner Story. Ist aber echt spannend zu lesen! Und ein gewagtes Unterfangen, mehrere paralelle Handlungsstränge aufzuzwirbeln.
Ein Tip, um sich auch nach mehreren Kapiteln noch voll und ganz zurecht finden zu können beim Schreiben: Skizzier auf einem Notizblock in groben Zügen die einzelnen Erzählstränge ein wenig mit.
Vielleicht auch in verschiedenen Farben, mit Anmerkungen und Stichwörtern. Wenn Du mal 100 Seiten Stoff hast, kann das sehr hilfreich sein, um die Übersicht zu bewahren.
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« Antworten #3 am: 21. August 2009, 07:35:56 »

Find ich sehr gut...speziell die letzte Story fesselte mich sehr Zwinkernd
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« Antworten #4 am: 25. August 2009, 14:10:38 »

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Kapitel IV - Sierra Bravo


Die Supermutanten,  besser gesagt ihre Leichen, türmten die stählernen Soldaten auf einen Haufen. In der Unmittelbaren Umgebung standen Einwohner von Rivet City und einige andere Soldaten der Bruderschaft, auch einige angereiste Händler und ihre Karawanen folgten dem Spektakel.
„Was machen sie jetzt mit den Leichen?“ fragte Tanya etwas naiv und schaute zu einem der Soldaten. „Sie verbrennen sie, denk ich.“ Antwortete Raven, welcher von Harkness gestützt wurde. „RAVEN! Bist du verletzt?“ fragte Tanya als sie den angeschossenen Raven sah. In diesem Moment fragte sie sich schon, wieso sie sich solche Sorgen um einen fast Unbekannten machte.
„Ach nichts Wildes. Ein Querschläger hat mein Beingestreift und nun spielt Harkness Krankenschwester.“ Sagte Raven witzelnd. Harkness musste Lachen und Raven lachte auch.
„Ich bin Protektor Balthasar. Wer hat hier das sagen?“ fragte der Protektor und schaute sich die Leute genau an. „Ich, Protektor“ rief Harkness vorlaut. „Zwar nicht alleine aber was Verteidigung und Sicherheit angeht. Bin ich ihr Mann.“ Der Protektor ging auf Harkness und dem sich aufstützenden Raven zu. „Sir. Meine Männer bräuchten etwas zu essen und eine Schlafmöglichkeit.“ Sagte der Protektor ziemlich kühl. Harkness nickte und rief Thomas zu sich.

„Danke für ihre Hilfe, Protektor.“ Sagte Tanya dankbar. „Wer weiß was ohne Sie geschehen wäre.“
Der Protektor nickte und drehte sich weg. Er schaute zu seinen Soldaten, welche gerade den Haufen toter Supermutanten mit Hilfe von Flammenwerfern in Brand setzten. Das brennende und verkohlte Fleisch stank erbärmlich und widerlich, den meisten Zuschauern verging der Spaß an der Aktion und so leerte sich der Platz nahe einer Metrostation.
Auch Tanya, Raven und Harkness gingen wieder zurück nach Rivet City und blickten nicht zurück auf den lodernden Haufen.

Die Tür hatte sich hinter ihm geschlossen und er rannte das kleine Treppenhaus hinauf. Das Adrenalin schoss in ihm hoch und er stürzte fast beim hochrennen der letzten Treppe. Er konnte sich jedoch im richtigen Moment an dem Treppengeländer festhalten. Sein weißer Arztkittel war blutverschmiert und ein Brillenglas war zersprungen. Doch er rannte als ob der Teufel hinter ihm her war ohne Blick zurück.  Die Tür am Ende der Treppe stand offen aber er hatte diesmal keine Zeit sie zu verschließen, er musste unbedingt in den Technikraum. Dieser lag genau gegenüber vom Treppenhaus, er musste einfach die kleine Brücke überqueren. Doch das war nicht so einfach.
Er wusste genau dass „ES“ da war und ihn beobachtete, doch er hatte keine Wahl. Aufgeputscht vom Adrenalin rannte er los und war in Windeseile auf der Brücke. Da hörte er es wieder, diese leise zischen und ein Geräusch ähnlich eines elektrischen Blitzes.
Oh mein Gott, es… nein…ER kommt, dachte der Mann panisch und rannte über die Brücke. Im Technikraum angekommen drückte er wild aber mit gekonnt eine Kombination auf ein Zahlenschloss. Die Kombination bewirkte das sofortige schließen der Tür. Dr.Grady, das war der Name auf seinem Ausweis welcher an seinem Kittel befestigt war, ließ sich in einen Stuhl fallen und atmete tief durch. Dann blickte er auf das alte Funkgerät auf dem Tisch vor ihm. Er riss eine Schublade auf und holte einen Ordner mit Papieren daraus. „Wo ist sie…Wo ist sie…“ fragte er sich immer wieder selber. Er durchblätterte Seite für Seite auf der Suche nach etwas. Dann hörte er es wieder, es war vor der Tür aber er wusste die Tür würde ihn nicht lange aufhalten. Vielleicht überlebe ich es bis Hilfe kommt, fragte sich Grady im Gedanken. Und dann hörte er die Stimme, diese metallische und verzerrte Stimme: „Graaaady…dein Weg ist hier zu Ende…Graaaady. Komm hinaus zu mir dann ist es vorbei...dann darfst du wieder zu deinen Mörderfreunden. Graaaady…“ Die Stimme sprach ruhig als ob sie alle Zeit der Welt hätte. „Ihr müsst Büßen. Für die Folter, die Qual und den Mord. Graaaady….“
„Lass mich in Ruhe,  MONSTER!!!“ schrie Grady und suchte dabei Fieberhaft nach seiner „Rettung“. „Monster?! Du nennst mich Monster?!“ sagte die Stimme immer noch ruhig und emotionslos, danach begann diese metallische Stimme an zu lachen und schrie auf einmal los: „IHR SEIT DIE MONSTER. IHR DIE EUCH GOTT GLEICHSTELLT UND DENKT GOTT STRAFT EUCH NICHT. OHHH, NEIN. GRADY! GOTT STRAFT EUCH UND ICH BIN SEIN RACHEENGEL. GESCHAFFEN DURCH DIE KETZER! VERNICHTET DURCH IHRE EIGENE SCHÖPFUNG.“
Grady hörte das Geschrei und wurde panisch, er überschlug manche Seiten des Ordners ohne es zu merken. Doch das Glück war auf seiner Seite in diesem Moment und er zeigte mit dem Finger auf eine Zeile,  es war eine Frequenz. Grady packte sich das Mikrofon und stellte an zwei Reglern die Frequenz ein. Frequenz Sierra Bravo.

„Hier spricht Doktor Michael Grady aus Vault M51. Meine Koordinaten sind 77/44/7. Wir brauchen Hilfe! Ich…brauch Hilfe. Wir sind eine Forschungsvault und haben hier einen Zwischenfall mit…“ Grady dachte kurz nach, was er sagen sollte aber dann faselte er einfach drauf los. „Mit einem unserem Mitarbeiter. Er ist durchgedreht und hat den Reaktor beschädigt. Diese Vault kann NUR von Außen geöffnet werden. Wenn Sie diese Nachricht hören, HELFEN SIE UNS BITTE! Der Code für die Vault ist 1945-5-8. Diese Nachricht wird sich als Schleife wiederholen!“

Grady hatte gerade den Schleifenmodus eingestellt und schaute etwas beruhigt zur verschlossenen Tür. In diesem Moment jedoch fuhr die Tür auf  und öffnete sich damit. „Nein…“ flüsterte Grady und dann sah er ihn in der Tür stehen. Die Klinge in seiner Hand funkelte, wie ein Edelstein und er schaute Grady direkt an. Panisch kreischte Grady los und stürzte vom Stuhl in den hinteren Teil des Raumes. Doch Gradys Schreie verstummten in der großen Vault kurz darauf. Nur ein leises Gurgeln aus dem Raum, wo Grady gewesen ist, war zu hören.


Die Nacht in DC konnte wahrlich schön sein. Vom Ausguck des Schiffes konnte man weit ins Ödland der Hauptstadt schauen oder man starrte einfach in den Himmel und blickte in die Sterne, so wie Tanya. Sie lag auf dem Rücken mit auf dem Ausguck und starrte in den Sternenhimmel. Sie konnte nicht Schlafen, viele Gedanken gingen ihr durch den Kopf. Wo war ihr Vater? Wie ging es dem Jungen in Grayditch? Würde Raven sie begleiten auf ihrer Suche? Dies waren nur einige Gedanken von ihr, vielleicht die wichtigsten.  Ihr Pipboy leuchtete auf, doch sie merkte es nicht. Sie schaute zu den Sternen und fragte sich, ob es irgendwo besser zu leben ist als hier in DC oder in Amerika. Ein Land verschont vom Krieg mit friedlebenden Menschen und keinen blutrünstigen Tieren. Aber ihr wurde schnell klar, dass sie da von einer Utopie träumte. Utopie… Ein Wort das von ihrem Vater gelernt hatte und wieder musste sie an ihren Vater denken. Sie seufzte schwer und setzte sich dann auf.
„Hey…große. Hier bist du.“ Erklang eine bekannte Stimme von der Leiter, welche zum Ausguck führte. „Hey Raven. Ich wollte ein wenig in die Sternen schauen.“ Antwortete Tanya und schaute zu Raven. Er hatte zum ersten Mal keine Sonnenbrille auf und ihr fiel auf das er wundervoll blaue Augen hatte. Raven kletterte die letzten Leitersprossen hinauf und setzte sich neben Tanya. Die Luft roch angenehm nach Regen, dachte Tanya. Obwohl keine einzige Wolke am Himmel war.
„Hier ich hab dir etwas mitgebracht.“ Sagte Raven und zog eine kleine metallische Box aus seiner Hosentasche. Er reichte ihr die Box und beim übergeben berührten sich ihre Hände. Tanya öffnete die Box und schaute verdutzt: „Eine Sonnenbrille?“
„Ja… Eine Sonnenbrille, ich dachte die passt zu dir. Nicht so eine Fliegersonnenbrille, wie meine sondern schön schmal und elegant. Passt  zu dir.“ Antwortete Raven charmant. Tanya lächelte und umarmte Raven überraschend. „Danke…“
Raven lächelte auch und schaute zu Tanya, sie hatte die Umarmung gelöst und sich mit ihrem Kopf nun an seine Schulter gelehnt und schaute in den Himmel. In der rechten Hand hielt sie die Box mit der Brille und ihre linke Hand umfasste die rechte Hand von Raven. Sie fühlte sich wohl und sie spürte das Raven jemand ganz besonderes war. „Tanya…“ fragte Raven leise. „Warum bist du hier allein im Ödland unterwegs?“
„Ich such meinen Vater… Er ist… verschwunden.“ Antwortete Tanya traurig. „Wurde er von Raidern entführt oder Sklavenhändler? Wobei ich das nicht glaube, sonst wärst du nicht in Rivet City.“ Sagte Raven und schaute nun auch in die Sterne. „Nein. Er verließ unsere Vault und ließ mich dort.“ Antwortete Tanya und rückte etwas näher an Raven. „Eine Vault, hm?“ sagte Raven etwas nachdenklich. „Wenn du meine ehrliche Meinung hören möchtest. Du hättest dort bleiben sollen. Diese Welt ist Scheiße, wenn ich mir die Hölle vorstellen müsste. Dann bräuchte ich das nicht mehr, denn wir leben in der Hölle.“ Tanya antwortete nicht und Raven schaute herunter in ihr Gesicht.
„Eingeschlafen…“ flüsterte Raven und bemerkte dabei das Blinken des Pipboys. „NEUES FUNKSIGNAL.“ Las er leise vor. Er drückte mit dem Zeigefinger der linken Hand einen Knopf an dem Gerät. Das Menu dieses Gerätes sprang in ein neues Menu. „Funksignal Sierra Bravo?!“ zischte er erstaunt. „Ein Militärsignal??? Das Teil empfängt Militärsignale!?“
Raven drehte einen Schalter zurück, wo VOLUME stand und drückte danach eine weitere Taste. Im Display wurde sie mit PLAY beschrieben. Dann hörte Raven die Nachricht des Funksignals:

„Hier spricht Doktor Michael Grady aus  Vault M51. Meine Koordinaten sind 77/44/7. Wir brauchen Hilfe! Ich…brauch Hilfe. Wir sind eine Forschungsvault und haben hier einen Zwischenfall mit einem unserem Mitarbeiter. Er ist durchgedreht und hat den Reaktor beschädigt. Diese Vault kann NUR von Außen geöffnet werden. Wenn Sie diese Nachricht hören, HELFEN SIE UNS BITTE! Der Code für die Vault ist 1945-5-8. Diese Nachricht wird sich als Schleife wiederholen!“

Die Nachricht war leicht verrauscht aber gut verständlich. Raven hörte sich die Nachricht ein zweites und dann ein drittes Mal an. Danach beendete er das Abspielen der Nachricht.
Nachdenklich saß er da und schaute auf das Mädchen aus der Vault. Sie war nicht wach geworden und schlief noch immer tief und fest.
« Letzte Änderung: 25. August 2009, 14:33:42 von Reverend » Gespeichert
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« Antworten #5 am: 26. August 2009, 17:03:32 »

2277 - DC Chronicle

"Die Atombombe ist eine Waffe, die Heldentum überflüssig macht."
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Kapitel V - VAULT M51 – PART I – DUKOV

Tanya erwachte und spürte den Kalten Wind auf ihren linken Arm. Sie hielt immer noch Ravens Hand und schaute zu ihm. Er schlief noch und lehnte dabei an der Metallverkleidung des Schiffes. Es roch immer noch nach Regen aber es war keine einzige Wolke am Himmel, dieser war strahlend blau. Sie ließ die Hand von Raven los und stand auf um über die Brüstung des Ausguckes zu schauen. Es war ein schöner Tag die Sonne strahlte ihr ins Gesicht und einen Moment lang vergaß sie in was für einer Welt sie lebte.
„Morgen Madame.“ Erklang es plötzlich hinter ihr und sie drehte ihren Kopf zur Seite um nach hinten zu schauen. „Morgen Raven.“
Raven erhob sich und klopfte seine Kleidung komplett ab. Dann setzte er seine Sonnenbrille, welche an seinem Bandana hing auf und schaute wieder zu Tanya: „Dein Armdingends hat geblinkt und ich hab daran rumgespielt und eine Nachricht abgehört.“ Tanya schaute auf ihren Pipboy und rief die Nachricht mit 2 leichten Fingerbewegungen ab. Sie hörte dem Funkspruch aufmerksam zu und beendete nach der dritten Wiederholung das Abspielen.
„Wir sollten dort hin und helfen!“ sagte Tanya mit sehr entschlossener Stimme. „WIR?“ fragte Raven etwas erstaunt. „Ja… ich dachte du würdest mitkommen?“ antwortete Tanya nun etwas kleinlaut und schaute verlegen wieder die Brüstung herunter. „Hey, also…“ fing Raven an. „…Natürlich komme ich mit. Aber vorher will ich dir etwas zu diesem Funkspruch sagen…“ Tanya hörte nun interessiert zu. „…Diese Frequenz Sierra Bravo ist eine Militär Funkfrequenz. Wir sollten unbedingt Vorsicht walten lassen. Es könnte sein, dass wir dort Enklave Soldaten treffen und ich weiß nicht, wie diese auf uns dann reagieren.“ Tanya schaute in die Luft und sprach dann: „Aber wir reisen dort zusammen hin, ja?“ Raven seufzte erst und lächelte dann: „Frauen sind oft mal einfach zu sorglos… Aber na klar gehen wir dort hin.“ Tanya strahlte nun über ihr ganzes Gesicht, ohne das es Raven sah.

Am Mittag hatten die Beiden ihre Sachen gepackt und genüg Verpflegung und Munition gekauft. Raven bezahlte den ganzen Spaß, aber es machte ihm auch nichts. Er kaufte für Tanya sogar einen Feldrucksack damit sie alle ihre Sachen überhaupt mitbekamen. Die beiden verstauten die zwei Rucksäcke bei Thomas, der wieder Wache an der Brücke von Rivet City hielt und gingen sich von Harkness verabschieden. Dieser saß in der Bar von Staley und trank gerade ein kühles Bier.
„Während der Arbeit trinkst du Alkohol, man ist es soweit gekommen?“ fragte Raven ihn grinsend.
„Pfff… während der Arbeit? Schau dich doch mal um…“ sagte Harkness mürrisch. Raven und Tanya hatten die Soldaten der Bruderschaft schon beim betreten des Marktes gesehen.
„Die haben jetzt erst einmal das Kommando.“ Zischte Harkness sauer. „Zu mindestens laut ihrem PROTEKTOR.“ Harkness griff sich wuchtig sein Bier und nahm einen großen Schluck. „Und wie lange bleiben die Jungs?“ fragte Tanya und kramte in der Tasche nach ihrer Sonnenbrille. „Ach… Nur 2 Monate um die „LAGE“ zu entspannen.“ Zischte Harkness nach dem er sein Bier mit ziemlicher Wucht auf den Tisch geknallt hatte. „Hmm…Arbeitslos. Echt Scheiße für dich.“ Fing Raven an in die Luft zu quatschen. „ABER!“ schob er schnell ein bevor Harkness meckern konnte. „Wieso begleitest du uns nicht einfach?! Wir haben einen Notruf eines Doktors aufgeschnappt über Tanyas Arm-Dings-Da oder so… Und wenn wir zu dritt sind, wären wir nicht so leicht angreifbar.“
Harkness schaute grimmig zu Raven hoch, welcher grinsend seinen Blick erwiderte, doch fing dann an von einem auf den anderen Moment an zu lachen. „HAHAHA… Ihr zwei…seit ja Toll.“ Jubelte Harkness und lachte dann wieder laut, so dass die Leute in der Umgebung schon schauten.
„Nun gut. Ich komme mit, aber ihn spätestens 2 Monaten sind wir wieder hier, klar?“ sagte Harkness nach Luft japsend. Raven nickte und nahm einen Schluck von Harkness seinem Bier.
„Na dann. Mach dich fertig.“ Sagte Raven und stellte Harkness Bier zurück auf den Tisch. Der immer noch nach Luft japsende Harkness nickte. „Wir warten an der Brücke auf dich.“ Fügte Raven noch hinzu, dann verließen Tanya und er den Markt in Richtung Stadtbrücke.

Harkness brauchte eine knappe Stunde seine Sachen zusammen zu packen und alles mit den Stadträten ab zu klären, danach kam er wenig später bei Tanya und Raven an der Brücke an.
 Sie wechselten noch wenige Worte und verließen dann endgültig Rivet City in Richtung Jefferson Memorial. Sie kamen überraschend schnell vor ran, einige kleine Maulwurfsratten waren ihn kurzzeitig im Weg gewesen, aber Raven brauchte für diese nur wenige gezielte Schüsse aus seinem Gewehr.  Am Memorial selbst mussten sie sich herumschleichen, die Supermutanten dort patrouillierten und schossen auf alles. Egal ob Tier oder Mensch, nur Ghule ließen sie in Ruhe.
Das Schleichen klappte aber so gut, dass sie schon fast übermutig weiter marschierten und kaum noch auf ihre Umgebung achteten. Nur Harkness warnte immer wieder zu Vorsicht und stauchte auch schon mal die beiden Anderen zusammen.

„Hey… Was ist dort drüben bei den Barrikaden?“ fragte Tanya und zeigte auf ein Hochhaus umgeben von Blechbarrikaden und Stacheldrahtzäunen, nur ein kleiner Weg führte durch den Schutzwall. „Keine Ahnung.“ Antwortete Raven und beobachtete dabei drei Männer hinter den Barrikaden.
„Keine Raider…Das steht fest.“ Warf Harkness ein und zeigte auf die gute Ausrüstung bei den Soldaten. „Sehen aus wie Wachtrupps. Vielleicht von diesem Russen…Dukov.“ Fügte Harkness hinzu.
„Dukov? Wer ist das?“ fragte Tanya neugierig. „Ein widerliches Arschloch.“ Zischte Harkness. „Der Typ hat früher auch in Rivet City gelebt aber sein…nennen wir es Lebenswandel… machte ihn bei uns nur Probleme.“
„Lebenswandel?“ fragte nun Raven interessiert und hockte sich auf den Boden.  „Der Typ wollte es mit jeder Frau auf dem Schiff treiben. Egal ob verheiratet oder nicht. Egal ob noch fast Kind oder nicht. Er wollte sogar dafür Zahlen und pöbelte die Männer an, die sich beschwerten. Und Frauen die sich mit ihm einließen und sich dann aber weigerten sich ihm gefügig zu machen verprügelte er.“ Erzählte Harkness und hörte ein knacken hinter ihnen. „So ein Arsch.“ Zischte Tanya sauer und schaute herunter zu Raven, dieser schaute nun zu Boden und bewegte sich kein bisschen mehr.
„Was machst du da Ra…“ fragte Tanya aber Raven unterbrach sie: „Ruhe!“
„Leute, wir sollten gehen.“ Warf Harkness dazwischen. „Die Wachen. Sie haben uns gesehen und kommen her. Wir sollten nun gehen.“ Tanya nickte und Raven stand nun wieder auf seinen Beinen.
Die drei Gefährten wollten sich gerade aus den Staub machen als sie hinter sich drei weitere Männer bemerkten, welche schon mit Waffen vor ihnen standen.
„Keine Bewegung. Wer immer ihr auch seid.“ Sagte der eine Mann, er war ein schwarzer und riesengroß. Mindestens 2,10 Meter schätze Raven im Gedanken. „Ihr seid auf Privatbesitz.“ Fügte der schwarze Riese hinzu.
„Wir wollten eh gerade wieder gehen.“ Antwortete Harkness locker und bemerkte, wie der kleinere Soldat dem großen Mann etwas zu flüsterte. „Soso… Ihr wollte gerade gehen. Gut…Gut. Aber das Mädchen bleibt hier.“
„WAS? Son ein Qua…“ fing Raven an zu brüllen als ein Schlag auf den Kopf ihn außer Gefecht setzte. Harkness drehte sich um und bekam den Gewehrkolben direkt ins Gesicht. Ein anderer Soldat, welcher von hinten angeschlichen kam, prügelte mit einem Baseballschläger auf den am Boden liegenden Harkness ein. Er schützte mit seinen Armen noch den Kopf als er sah wie zwei andere Typen Tanya packten und wegschleiften. Zwar wehrte sich das Mädchen aber die Männer waren einfach zu stark und so brachte all ihre Gegenwehr überhaupt nix.
Harkness wollte sich seine Waffe schnappen, während der Baseballschläger weiter seinen Körper traf, doch er spürte wie er langsam bewusstlos wurde. Dann wurde es ihm schwarz vor den Augen.

Tanya wachte auf und schaute sich panisch um. Sie konnte sich nicht bewegen oder aufstehen. Sie lag an ein Bett gefesselt, jemand hatte ihr zudem mit einem Tuch den Mund verbunden.
Das Zimmer stank nach Alkohol und der Putz bröckelte von den Wänden. Erst jetzt merkte sie überhaupt, dass sie komplett nackt war und nur eine kleine Decke ihren Intimsten Bereich verdeckte. Auch ihr Pipboy fehlte, doch sie hörte das piepen der Konsole in einer Kommode nahe der Tür.  Sie ruckelte an den Fesseln herum, um sie zu lockern, doch nichts half.
In diesem Moment öffnete sich die Tür mit einem quietschen und eine junge Frau stand darin.
 Sie hatte rotes Haar und war nur bekleidet mit einem durchsichtigen Negligee.
Das Negligee bedeckte zwar ihren Körper aber Tanya konnte ihren wohlgeformten Körper sehen, dann öffnete die junge Frau das Negligee ließ es zu Boden fallen.
„Privjet. Schönes Mädchen…“  flüsterte die Frau mit einen kleinen Akzent und ging aufs Bett zu.
„Wir werden zusammen viel Spaß haben und Dukov wirst du auch gefallen.“
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« Antworten #6 am: 27. August 2009, 19:49:22 »

2277 - DC Chronicle

"Die Atombombe ist eine Waffe, die Heldentum überflüssig macht."
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Kapitel VI - VAULT M51 – PART II – STRANGER

Raven saß auf den Boden und schaute zum Eingang des Hochhauses. Er und Harkness waren gefesselt und geknebelt, es gab keine Möglichkeit Tanya zu helfen. Raven hatte aufgegeben sich durch ruckartiges bewegen die Fesseln an seinen Händen zu lösen, doch er hatte Tanya nicht aufgegeben. In seinem Kopf entwickelte sich schon ein Plan. Der im Groben so aussah: Befreien – Wache töten – Gebäude stürmen – alle Töten und den Retter spielen. Das einzige Problem, es waren drei Wachen und seine Fesseln waren auch nicht gerade eine Hilfe.
Harkness dagegen saß nicht sondern lag, genauso gefesselt und geknebelt, neben Raven.
Er war Bewusstlos und blutete noch aus einer Wunde am Kopf.

Toller Einstand der Reise, dachte Raven und stupste mit seinen Armeestiefel Harkness an. Keine Reaktion. War er schon Tod? Kann man ihm noch helfen? Was ist mit Tanya? Diese Gedanken schossen Raven in diesen Moment durch den Schädel.
Die Wachen saßen um einen kleinen Tisch und spielten Karten, Black Jack, vermutete Raven war sich aber nicht sicher. Neben ihnen brannte ein kleines Lagerfeuer über dem besagten Feuer war ein Spieß befestigt an dem eine Maulwurfsratte vor sich hin röstete. Der Geruch und der feine Rauch stiegen in die Luft und Raven fragte sich, ob Supermutanten in der Nähe waren. Diese würden die Lage um einiges Verschlimmern, noch Schlimmer als sie jetzt schon war.
Eine weitere Wache kam nach kurzer Zeit aus dem Hauseingang, er hatte vor ein paar Minuten die bewusstlos geschlagene Tanya ins Haus geschleift und nahm nun neben seinen „Kumpels“ auf einer Munitionskiste Platz.
Sie unterhielten sich laut und nahmen wohl an, dass die beiden Gefangenen KO waren.

„Wenn Dukov nicht so einen Batzen Geld zahlen würde. Dann wäre ich vor ihm über die kleine gerutscht. Hübsche Titten hat die Schlampe ja. Kann man bestimmt viel Spaß mit haben… Dukov dieser Glückspliz.“ quatschte der Eine, ohne zu wissen welchen Zorn er damit entfachte, los.
„Ach…Nicht nur Dukov. Yelena wird das Mädchen auch nicht gerade außer Acht lassen. Diese notgeile Nymphomanin.“ Warf der andere mit gelassener Stimme ein und legte eine Karte auf den Tisch.
„Hey Jungs, ihr könnt doch nur hoffen, dass die Schönheit sich wehrt und Dukov sein Interesse verliert.  Dann bekommen wir sie, wisst ihr sowie die andere Tussi, die von der Bruderschaft. Schade, dass Nico so „unsanft“ war.“ Fing ein anderer an zu Plaudern und grinste am Ende bis über beide Ohren.  Als Raven das Gerede hörte, stieg Wut, Groll und Hass in ihm auf. Er starrte nun die Männer, wie ein wahnsinniger an. „Ey…Was schaust du so du Wichser?“ brüllte der größte von den Söldnern ihn an als er das starren bemerkte und erhob sich von seinem Stuhl. „…omm…och  er, uu swin.“ Fluchte Raven kaum verständlich durch seinen Knebel.  Der Söldner fing an schelmisch zu grinsen und packte sich sein Gewehr, welches am Tisch gelehnt hatte. Die anderen Typen starrten gespannt auf die Szenerie.
Raven erkannte das M1 Garand, eine vorkriegszeitlich Waffe und mit einem hohen Verkaufswert.
Der Mann stellte sich direkt vor Raven und richtete sein M1 direkt auf Ravens Kopf.
„Sag Adieu…Schwuchtel.“ Zischte der Söldner und hielt kurz inne.
Der am Boden hockende Raven wandte sich nicht vom Gewehr ab und wartete auf den Schuss.
Doch plötzlich erklang eine weitere Stimme, welche dem Söldner mit „Adieu“ antwortete.

Die am Tisch sitzenden Söldner sprangen auf und wollten zu ihren Waffen, denn im Gegenteil zu ihren Kumpanen lagen ihre ziemlich außer Griffweite. Ein Unbekannter war hinter die Barrikade eingedrungen und hatte seine Waffe auf die Kerle am Tisch gerichtet.
Als diese jedoch aufsprangen feuerte der Unbekannte auf sie. Es waren präzise Einzelschüsse.
Und keine Kugel verfehlte ihr  Ziel.

Den Mann auf der Munitionskiste traf es zuerst. Eine Kugel zerfetzte sein Gesicht und das Blut spritze gegen eine Blechwand. Den anderen Beiden erging es nicht besser.  Einen wurde die Kehle zerfetzt und einem weiteren traf eine Kugel direkt ins Auge.
Der vierte und letzte war der Söldner mit der Garand. Er stand perplex da und schaute den Unbekannten an. Dieser ging mit im Anschlag haltender Waffen auf ihn zu. „Waffe fallen lassen!“ brüllte die in schwarz gehüllte Gestalt. „Ich sagte, WAFFE FALLEN LASSEN!“
Der verängstigte Mann erhob nun die Hände und hielt sein Gewehr am Lauf in die Luft. „Bitte…Töte mich nicht. Bitte… Nimm was du willst.“
„Lass deine Waffe fallen und geh dort rüber, du Memme.“ Zischte die Gestalt und der Mann folgte seinem Befehl. Die Waffe fiel zu Boden und lag nun genau vor Raven, welcher aber nur dem Geschehen Beachtung schenkte. „Und jetzt… GEH!“ fauchte der Unbekannte abermals und verstaute sein Gewehr. Der Söldner rannte, wie von einer Tarantel gestochen los, in die Richtung Rivet City. Er entfernte sich immer weiter vom Ort des Geschehens, deshalb konnte er auch nicht sehen oder nur erahnen, dass der Attentäter sein M1 Garand aufgenommen hatte und nun auf ihn zielte.
Raven beobachtete den Unbekannten und hörte wie er flüsterte: „100…120…150…“
Dann feuerte er in die Richtung des Flüchtenden. Raven konnte das laute Aufschreien hören.
„Mein Name ist Lynx.“ Sagte der unbekannte plötzlich und zielte immer noch in Richtung Flüchtling.
„175…“ fing er wieder an zu flüstern. „210…“  dann feuerte der Mann ein zweites Mal und durchbohrte mit einer Kugel den Kopf des Söldners, zuvor hatte er dem Mann nur ins Bein geschossen.
„Wenn man ihn eine reelle Chance lässt, macht es einfach mehr Spaß.“ Plauderte Lynx mit Raven, obwohl er wusste, dass dieser nicht antworten konnte. Dann stellte er das Gewehr an eine Halterung der Barrikade und marschierte auf Raven zu.
„Nimm es mir nicht übel, aber losbinden werde ich dich nicht. Dein Mundknebel werde ich dir abnehmen aber mehr nicht.“ Schwatzte Lynx und löste dabei mit einem Handgriff den Knebel von Raven. „Dem Typen neben dir. Den Halbtoten mein ich. Werd ich losbinden, vielleicht rettet er euch beide. Nett oder?“
„EY…“ fauchte Raven als der Knebel entfernt war. „Wenn du schon mich nicht losbindest, dann helf unserer Freundin.“ Lynx wollte sich in diesem Moment eigentlich den Wertsachen der Söldner widmen aber drehte sich, vor einer Leiche hockend, zu Raven. „Wieso?“ befragte Lynx Raven misstrauisch. „Wieso sollte ich ihr helfen? Sie ist doch nicht hier draußen.“
„Sie ist aber dort drinnen und wird vielleicht vergewaltigt, gefoltert oder sonst was. Bitte…Ihr Name ist Tanya. Bitte, helf ihr!“ sagte Raven mit flehender Stimme.
„Moment. Was geht denn hier ab? Sind das hier sowas wie Sklavenhändler oder was?“ ermittelte Lynx interessiert. „Nein, die toten Typen sind Söldner. Arbeiten für einen Typen namens Dukov, welcher gerne Frauen misshandelt und sich wohl Frauen als Sexsklavinnen hält.“ Ravens Antwort schoss nur so aus seinen Mund.
„Achja?“ Lynx war etwas angewidert, für solche Kerle hatte er nichts übrig. „Okay… ich schau nach eurer Freundin, wenn ich sie finde werde ich ihr helfen.“ Noch bevor Raven seinen Dank aussprechen konnte, sah er den unbekannten Helfer, der den ungewöhnlichen Namen Lynx trug,  schon am Hauseingang mit seinem schallgedämpften M4 Karabiner im Anschlag.

Lynx schlich durch die dunkle Lobby des Erdgeschosses ohne ein Geräusch von sich zu geben. Dort war alles ruhig und auch kein Lichtschein war zu erkennen in einen der anliegenden Räume. Bei den meisten Räumen fehlten die Türen und dadurch waren alle Bereiche gut einsehbar.
Seine Augen hatten sich schnell an die Dunkelheit gewöhnt deshalb erkannte er schnell eine Treppe, welche in den ersten Stock des Gebäudes führte. Vorsichtig  ging er die Treppe hinauf und hielt dabei seine Waffe die ganze Zeit schussbereit.  Jedoch konnte er bis hierhin keine Wache oder andere Person ausmachen, deshalb  wagte er sich etwas zügiger voran.
Auch im ersten Stock war es Stockfinster, sein Vorteil, Lynx fand sich im Dunkeln genauso gut zurecht, wie bei Tageslicht. Er gelang zu einen kleinen Seitengang und blickte in selbigen ein. Am Ende war ein Licht zu erkennen, welches durch ein kleines Türfenster schien. Zudem konnte er eine Person hören. Lynx spitze die Ohren und trat leise zu Tür. Es war das Stöhnen von einer Frau, ein ziemlich lustvolles Gehechel, seiner Meinung nach.

Er hielt nun neben der Tür und blickte durchs Fenster der Tür. Er erspähte eine Frau, die es gerade wild mit einem Mann trieb. Ihr Stöhnen wurde nun immer lauter und sie begann den Namen des Mannes zu hecheln. Als Lynx den Namen hörte fing er an zu grinsen und stellte sich direkt vor die Tür und klopfte laut dreimal an die Tür. „WER IST DA?“ brüllte eine tiefe Stimme mit russischem Akzent. „WER STÖRT DUKOV???“
Doch es kam keine Antwort.

Dukov starrte genervt zu Tür aber konnte niemanden in der Dunkelheit erkennen.
„Ach, Duki…Ist doch keiner da. Lass uns bitte weitermachen. Ich bin so feucht.“ Flüsterte das Mädchen, welches auf ihm saß und begann ihre Hüfte zu bewegen. „Halt dein Maul.“ Fauchte Dukov und stieß die Frau von sich. Diese knallte vom Bett auf den Boden. „Welcher Hurensohn ist da? Ich kann sehen, dass da wer steht!“ brüllte Dukov nochmals, während er sich aufraffte. Der dickliche Mann verweilte nun einen Augenblick neben dem Bett und wollte zu seiner Hose greifen, welche auf einem Hocker neben ihm lag.
In diesem Moment durchschlugen Gewehrkugeln die Tür und trafen Dukov mehrmals. Die ersten Kugeln durchlöcherten sein Brustkorb und die darauf folgenden erwischten ihn am Arm und in den Kopf.  Dukov war sofort Tod und sackte blutüberströmt zu Boden. Die Kleine, die es eben noch mit dem toten Russen getrieben hatte, schrie sich jetzt die Seele aus dem Leib und schaute, erstarrt vor Angst, in Richtung zerschossener Tür.

Lynx öffnete die Tür und betrat den Raum mit geschulterter Waffe.
„Ich nehme nicht an, dass du Tanya heißt oder?“ fragte er mit fast freundlicher Stimme. Sie verneinte mit einem Kopfschütteln. „Hm..Okay, Ciao dann!“
Er schloss die Tür wieder beim  Verlassen des Raumes und kümmerte sich nicht weiter um die verschreckte Frau. Er watschelte zurück und musste etwas lachen: „Was für Idioten. Der Big Boss und kein einziger Wachmann hier.“ Wieder  an der Treppe zurück verfolgte er den anderen Weg, den er vorher erspäht hatte und hörte von dort dumpf wirkende Laute. Es waren Schreie

Lynx orientierte sich an den seltsamen Geräuschen und kam ihnen immer näher und näher.
An einer der Türen konnte er gerade noch eine Frau sehen, die einen beleuchteten Raum verschwand. Aus diesem Raum erklangen auch diese komisch dumpf wirkenden Schreie.
 Im Laufschritt eilte Lynx zu Tür und  verweilte kurzzeitig an der Wand neben dem Eingang des Raumes. Vorsichtig spähte er in den Raum, dort sah er eine junge Frau an ein Bett gefesselt  und eine weitere Frau, die über der Gefesselten kniete, welche sich gegen ihre Peinigerin  wehrte.

Plötzlich erlosch das Licht und beide Frauen waren ziemlich verwirrt.
„Tanya?!“ brüllte Lynx einfach in die Dunkelheit. Er hörte sowas, wie ein JA von der geknebelten Frau. „Na dann…“ flüsterte er und zog eine 10mm-Pistole aus einem Halfter.
Zweimal knallte es laut und dann ging das Licht ruckartig wieder an.

Tanya lag auf dem Bett und starrte zu dem schwarzen Mann in der Tür.  Die andere junge Frau lag leblos neben dem Bett und blutete aus zwei Schusswunden in Kopf und Hals. Der in schwarz gekleidete kam langsam mit einem Messer in der Hand auf sie zu, doch bevor sie überhaupt panisch werden konnte, hatte dieser ihre Fesseln durchschnitten und befand sich auf dem Weg aus dem Raum.
 „Zieh dich…“ sprach der Mann und blickte nicht auf ihren nackten Körper zurück. „… ich warte draußen.“ Tanya schaute noch wenige Sekunden verschreckt zur Tür, dann liefen ihr die Tränen über die Wangen.
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