@Lynx
Prima Sache! Ist eigentlich gut überlegt: Vault-Bewohner können Regen - das Gefühl der Tropfen auf der Haut - gar nicht kennen. Gute Idee, das so reinzubringen! Auch die Begegnung mit dem Zentauren hast Du gut rübergebracht. Sind ja wirklich zum Kotzen, die Biester. Was mich mal wieder stört - aber das hat mit dem Literarischen nix zu tun - ist, daß Dein Protagonist so ein Arsch sein muß. Knallt die Gefangene ab! Dem Moralapostel tief in mir krümmt sich das Gedärm!

Zwei andere Sachen hab ich noch:
1. "Das Trampeln des Ungetüms, welches Lynx eig. missen wollte..." Ähm! Ist das "eig." abgekürzt? In einer Kurzgeschichte? HimmelHerrgottNochmal! Das ist doch kein SMS!

2. Diesmal sind Dir insgesamt wieder deutlich mehr Zeitfehler unterlaufen. Also das Hin- und Herkippen zwischen Vergangenheitsform und Gegenwart.
Allerdings muß man wiklich betonen, daß es ziemlich knifflig ist, im Gegenwartsstil zu erzählen, weil man instinktiv eigentlich ständig wieder in die Vergangenheitsform rüberrutschen möchte. Fast alles, was man an Erzählungen liest, ist in der Vergangenheitsform geschrieben, davon ist das Sprachgefühl schon ziemlich beeinflußt. Kann man nur durch häufigeres Korrekturlesen und nachträglich Ausbessern loswerden.
Aber ansonsten wieder mal sehr gelungen. Und ein guter Kontrast zu den anderen Geschichten hier, in denen der Hauptdarsteller eigentlich immer so furchtbar nett ist.
Ein Arsch also zur Abwechslung. Warum auch nicht!?
